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Hintergrundinfos zu Manos del Uruguay

Manos del Uruguay ist ein absolut auf Fair Trade basierendes Unternehmen und Mitglied in der WFTO (World Fair Trade Organization). Die phantastischen Farben waren schon immer das Markenzeichen des Unternehmens. Hier werden Forschung und Experiment mit 40 Jahren Erfahrung verknüpft.

In reiner Handarbeit werden kleine Farbpartien in Töpfen über Holz oder Gas erhitzt. Die Farben sind niemals wirklich uni, sondern haben wunderschön sanfte Schattierungen. Um die unglaublich brillanten Farben zu erzielen, muss ein und derselbe Strang bis zu 6 Mal gefärbt werden. Erst dann erreicht das Garn die gewünschte Farbkomplexität und ist ein wahres Kunstwerk.

Nach dem Färben werden die Garne über Trockengestellen in der Sonne getrocknet. Kein Strang gleicht dem anderen, es handelt sich immer um Unikate.

Materialkunde Viskose

Viskose ist eine chemisch hergestellte Faser aus natürlicher Cellulose. Zur Herstellung von Viskosefasern werden Holzarten oder auch Bambus- oder Soja-Zellstoff verwendet. Der Zellstoff wird chemisch zersetzt, so erhählt man eine zähflüssige (viskose) Masse. Diese wird dann durch feinste Spinndüsen gepresst und so entsteht ein Faden. Viskose fühlt sich samtig weich an und hat eine hohe Saugfähigkeit.

Materialkunde Sojafaser

Sojafaser wird in einem speziellen Nass-Spinnverfahren hergestellt und zwar aus einem Abfallprodukt, dem so genannten Okara, das beispielsweise bei der Herstellung von Tofu, Sojamilch oder Sojabohnen-Öl entsteht. Mit Hilfe spezieller Polymere werden die flüssigen Proteine aus dem Okara herausgelöst. Nun werden diese Proteine mit einer Spinnmaschine, die wie ein Duschkopf aussieht, zu Fasern verarbeitet, die anschließend getrocknet werden. Die Fasern sind butterweich und schimmern seidig. Da sie nicht sehr stabil sind, werden sie meistens in Kombination mit stabileren Materialien, wie zum Beispiel Schafwolle, versponnen.

Anfänger-Tipps

1. Ansetzen eines Knäuels mit leicht abweichender Farbpartie oder Reppelwolle

Es kann immer mal wieder passieren, dass man mit einem Knäuel weiterstricken muss, das aus irgendwelchen Gründen nicht 100%ig identisch ist mit dem bereits Gestrickten. In diesem Fall solltet Ihr kurz vor Ende des "alten" Knäuels abwechselnd jeweils 2 Reihen mit dem alten und 2 mit dem neuen Knäuel stricken. So ist der Übergang meistens nicht zu sehen.

2. Aus alt mach neu: Reppelwolle nochmal verwenden

Auch ältere Strickstücke kann man, wenn man sie nicht mehr leiden mag, durchaus nochmal aufreppeln und die Wolle wieder verwenden. Wickeln Sie dazu einfach die Wolle gleich während des Aufreppelns wie ein Seil zu einer Lage, indem Sie sie in großem Bogen um Hand und Oberarm wickeln. Sobald eine Lage fertig ist, mit einem stabilen Garn an 2 Stellen zusammenbinden, wie bei gekauften Lagen. Dann alle Lagen vorsichtig in lauwarmes Wasser, auf Wunsch mit etwas Shampoo oder Wollwaschmittel, tauchen. Wenn Sie Waschmittel verwenden: gründlich ausspülen. Achtung. Immer die gleiche Wassertemperatur verwenden. Nun die Lagen vorsichtig ausdrücken und irgendwo zum Trocknen aufhängen, z.B. über Wasserhahn in Dusche oder Badewanne, wo sie noch nachtropfen können. Sobald die Lagen trocken sind, sind sie wieder schön glatt, können zu einem Knäuel gewickelt und dann zu einem neuen Strickstück verarbeitet werden.

Materialkunde Alpakawolle

Wenn es um Alpakas geht, so ist vor allem deren Geschichte interessant. Schon vor über 5000 Jahren wurden Alpakas domestiziert. Die ältesten Zeugnisse dieser liebenswerten Tiere stammt aus einer Zeit 1000 Jahre vor den Pyramiden von Gizeh. Adelige Inkas demonstrierten ihren Reichtum durch die Anzahl der Alpakas, die sie besaßen, und indem sie ihre wunderschöne Fellbekleidung zur Schau trugen. Der Handel mit Alpaka-Fell war 2000 Jahre nach den großen Pyramiden die Quelle der florierenden Wirtschaft Südamerikas. So blieb es mehrere Tausende Jahre, in denen diese zauberhaften Tiere den Reichtum und den Wohlstand ihrer Inka-Besitzer vermehrten, bis im 17. Jahrhundert spanische Eroberer das Inka-Reich eroberten. Die Inkas flohen vor den Spaniern und nahmen eine begrenzte Anzahl der wertvollen Tiere mit in das Hochland der Anden. Hätten sie das nicht getan, würde es heute wohl keine Alpakas mehr geben. Der besondere Charme dieser mysteriösen Tierart ist ein wohlbehütetes Geheimnis außer für diejenigen, die das Privileg haben, eines dieser edlen Tiere zu besitzen. Alpakas werden mit 4 Jahren geschlechtsreif und können sich bis zum Alter von 16 Jahren fortpflanzen. In den Anden liegt die Paarungszeit im August und September. Ungefähr alle 11 Monate fohlen die Alpakas. Bei der Geburt wiegen die kleinen Wollknäule 7-10 Kilo. Sie werden 15-25, manche sogar bis 30 Jahre alt. Sie leben bevorzugt in Höhenlagen von 3500 bis 4000 Meter auf Farmen in der ganzen Welt. Das Alpaka hat ein sehr dickes Fell, damit es im kalten Klima der Anden überleben kann. Der lange Hals hilft ihm, in bergigem Gelände Feinde und Raubtiere frühzeitig zu entdecken. Alpakas sind Vegetarier. Sie ernähren sich von Gras, Samen, Bäumen und Sträuchern. Es hat spezielle Magensäfte, die ihm helfen, 50% mehr Nährstoffe aufzunehmen als beispielsweise ein Schaf, so dass es auch in sehr kargen Gegenden überleben kann. Alpakas sind Beutetiere für Pumas, Leoparden und andere Raubtiere. Nach der Invasion der spanischen Eroberer waren die Alpakas in einigen Regionen Südamerikas fast ausgerottet. Inzwischen leben ungefähr 3,5 Millionen Tiere wild in den Bergen.

Alpakafasern

Wer kennt sie nicht, die kratzigen Alpakapullover, die auf Weihnachtsmärkten für kleines Geld angeboten werden? Was haben die feinen Fasern, die wir hier anbieten, mit diesen Pullovern gemeinsam? Sie wachsen auf Tieren der gleichen Rasse, das ist aber auch schon alles. Alpakafasern werden nach der Feinheit ihrer Fasern klassifiziert. (Quelle: Alpaca Fibre Preparation, von Cameron Holt in: 2000: The British Alpaca Society, First International Conference):

Baby Royal: unter 20,0 Mikron?

Baby Alpaca: 20,1 – 23.0 Mikron ?

Superfine: 23.1 – 26.9 Mikron ?

Medium: 27 – 30.9 Mikron ?

Strong: 31 – 35.9 Mikron ?

Coarse: 36 Mikron & dicker

Um die allerfeinsten Fasern zu gewinnen, muss die Wolle immer wieder und wieder mit immer feineren Kämmen ausgekämmt werden. Als "Royal" kann übrigens nur 1% der weltweit geernteten Alpakawolle klassifiziert werden. Fasern von über 30 Mikron kratzen - da sind sie wieder, unsere billigen Weihnachtsmarkt-Pullover!

Vicunas sind übrigens Alpakas mit einer Faserfeinheit von 11-15 Mikron.

"Die Zellenstruktur der Faser ermöglicht eine Weichheit, unerreicht von den meisten Luxusnaturfasern. Warum ist Alpaka so weich? Warum fühlt sich Alpakawolle mit 26 micron weicher an als Schafwolle mit 26 micron und warum fühlen sich feinere Alpakagrade an wie Cashmere? Das liegt an der Höhe der Schuppen. Ein Haar besteht aus verschiedenen Schuppen, die ineinander greifen, und da, wo der Übergang zu einer anderen Schuppe ist, entsteht ein Absatz, welcher als Höhe der Schuppe bezeichnet wird. Die Höhe der Schuppen beim Alpaka beträgt nur 0,4 Mikron, während sie bei Schafwolle 0,8 Mikron beträgt. Dadurch fühlt sich Alpaka weicher an." (Alpakazuchtverband Deutschland e.V. auf seiner Webseite)

Die Alpakafasern sind besonders leicht und durch ihre natürliche Kräuselung können sie kleine Luftbläschen einschließen und wirken so besonders wärmend. Alpaka fusselt und pillt kaum, weil die Fasern recht lang und somit gut in den Faden eingesponnen sind.

Zweifarbig stricken - Fair Isle

Damit beim Stricken mit zwei Farben der Faden der nicht benutzten Farbe schön gleichmäßig mitläuft und nicht zu locker und nicht zu fest auf der Rückseite liegt, ist es am besten, die beiden Fäden, mit denen man stricken möchte, so über den Zeigefinger zu legen, dass der eine Faden vor und der andere Faden hinter dem Finger liegt. Nun stricken Sie je nach gewünschter Maschenzahl mal mit dem einen und mal mit dem anderen Faden.

» Eine Video-Anleitung hierzu finden Sie hier.

Die richtige Nadelstärke, die richtige Gewebefestigkeit

Die meisten unserer Garne brauchen "Luft zum Atmen", um ihre volle Weichheit und Eleganz zu entwickeln. Das heißt die Garne sollten nicht allzu fest verarbeitet werden, aber natürlich auch nicht allzu löchrig und lose. Nehmen Sie unsere Angaben bei den Maschenproben als Anhaltspunkt und verändern Sie so lange die Nadelstärke, bis Sie die gleiche Maschenprobe erreichen. So kommen Sie zu der für das jeweilige Garn optimalen Gewebefestigkeit. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Informationen zum Waschen von Gestricktem.

Gestricktes waschen

Sofern nicht anders angegeben, sind alle unsere Garne für die Handwäsche und Chemische Reinigung vorgesehen. Bei der Handwäsche ist generell zu beachten: Je lockerer ein Strickstück gestrickt wurde, desto größer die Gefahr, dass es bei der Handwäsche durch das Gewicht des Wassers aushängt. Dies lässt sich vor allem bei dickeren, wolligen Garnen nicht vermeiden, auch wenn Sie das Strickstück anschließend im Liegen trocknen. Die besten Ergebnisse hinsichtlich Formstabilität und Weichheit haben wir bisher in der Chemischen Reinigung erzielt.

Garne aus dem Atelier Zitron

Mit dem Kauf hochwertiger Wolle aus dem Hause Atelier Zitron tragen Sie aktiv zum Tierschutz bei!

Glückliche Schafe erkennt man an der hochwertigen Wolle. So wie falsche oder mangelhafte Ernährung sich auf die Qualität und Feinheit der Wolle auswirken, so lassen sich auch kleinste Mengen Schadstoffe in der Wolle nachweisen (vielleicht erinnern Sie sich noch an den Kokain-Skandal in der Sportwelt, bei dem schon ein einziges Haar für den Nachweis genügte?). Die Garne, die Färbungen und die Superwash-Ausrüstung aus dem Hause Atelier Zitron sind allesamt Öko-Tex Standard 100, Produktklasse 1 zertifiziert und werden laufend kontrolliert. Außerdem wird die Wolle in Deutschland versponnen, gezwirnt, gefärbt und gewickelt. Im Familienbetrieb Zitron wird „Made in Germany“ noch ernst genommen. Die Zertifikate können Sie hier herunterladen.

Video-Anleitungen

 

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